Erhöhung des hl. Kreuzes

27. September

Kreuzerhöhung = griech. "Hypsosis tu Stavru", in Verbindung mit der Auffindung des hl. Kreuzes durch die hl. Helena (255 - 330), die Mutter des hl. Konstantin des Großen (280-337), röm. Kaisers. Nach seiner Lebensgeschichte, verhieß ihm im Traum das Kreuz Christi den Sieg über Maxentius. Der hl. Konstantin nahm es als Feldzeichen - 313 untersagte er mit dem Edikt von Mailand die Christenverfolgung. Konstantin der Große und Helena werden nur in der Orthodoxen Kirche als Heilige verehrt. Der hl. Konstantin war der Stifter mehrerer Kirchen, darunter der Grabeskirche in Jerusalem.

Die Einweihung der Konstantinsbauten am 14. September 335 war mit der feierlichen Aufrichtung (griech. "Hypsosis") des hl. Kreuzes durch den Bischof von Jerusalem verknüpft gewesen. Der Grund für den jährlich am 14. September wiederholten Ritus der Kreuzerhöhung, war die Geschichte von der Auffindung des Kreuzes (lat. "Inventio crucis") durch die hl. Helena, Mutter Kontantins des Großen. Die Auffindungsgeschichte läßt die "Inventio" am 14. September 320 geschehen. Seitdem die hl. Helena im Jahre 312-13 zum Christentum bekehrt wurde, gilt sie als legendäre Stifterin mehrerer Kirchen. Die hl. Helena ist, historisch nachweisbar, im hohen Alter nach Jerusalem gepilgert. Dort grub sie auf Golgatha die drei Kreuze aus. Um zu erfahren, welches nun das Kreuz Christi sei, ließ sie alle drei Kreuze nacheinander auf den Körper eines Toten legen. Unter dem Christuskreuz erwachte der Leichnam zum neuen Leben. Der Bischof von Jerusalem errichtete das Kreuz Christi nach allen Himmelsrichtungen und das Volk sang "Kyrie eleison". Die hl. Helena brachte einen Teil des Kreuzes mit nach Konstantinopel, ein anderer Teil blieb in Jerusalem. Am 14. September 353 wurde das wiedergefundene Kreuz Christi in Konstantinopel aufgestellt. Ende des 4. Jahrhundert bildeten Auffindung des Kreuzes und Kreuzerhöhung eine Festeinheit mit dem Datum des 14. September. Dies war der Anlass zum ältesten Kreuzfest: es wurde von Papst Gregor I. (540-604, Papst von 590 bis 604) in Rom eingeführt, dann aber in Westeuropa zusammen mit dem Fest der Verklärung Christi am 14. September gefeiert.

 

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