Maria Himmelfahrt

28. August


 

In der Orthodoxen Kirche wird das Fest bis heute als Tag der Entschlafung bezeichnet und Maria als die "Panagia", die "Allerheiligste", bezeichnet. Probst Alexius schreibt über das Hochfest folgendes: "Wie einst in grauer Vorzeit der Herr den Henoch zu sich nahm, "weil er ein göttliches Leben führte" (I. Mos. III, 24), wie der Prophet Elia, der große Eiferer für das Gesetz des Herrn, in flammendem Wagen und Feuer - Rossen in den Himmel fuhr (IV. Kön. II, 11), so wurde auch die jungfräuliche Mutter des Herrn am dritten Tage nach ihrer Bestattung von ihrem Sohn, dem des Lebens, mit ihrem Körper in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen".

Wie ihr göttlicher Sohn dem Vater gehorsam war bis zum Tode am Kreuze, und nach seinem Tode, in eigener Gottes - Allmacht aus dem Grab hervorging, so sprach auch Maria, um den Ungehorsam der Ahnfrau Eva wieder gut zu machen, gehorsam dem göttlichen Willen: "Siehe, ich bin eine Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Worte" (Luk. II, 11), und so wurde sie auferweckt aus der Nacht des Grabes durch ihren Sohn, der einst beim Beginn der Schöpfung gesprochen hatte: "Es werde Licht" (I. Mos. I, 11). Da ging Maria, die goldene Arche der Heiligung, in Ruhe ein, und die die feuerflammenden Seraphim und die vieläugigen Cherubim jauchzten durch die unermesslichen Himmelsräume, als sie sich über die Engelscharen erhob, die Gottesmaid, die heilige Himmelskönigin, die Mutter dessen, der da war vor den Ewigkeiten. 

 

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